Rechtliche Betreuung

Im Leben gibt es immer wieder Situationen, in denen es allein nicht mehr geht. Für diese Phasen, in denen man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, gibt es die sogenannte Betreuung: Eine Unterstützung im Alltag bei finanziellen, rechtlichen und gesundheitlichen Fragen und wichtigen Entscheidungen.

Das Gesetz beschreibt es so: „Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer.” (§ 1896, Abs. 1)

Meine Name ist Martina Dahmani, und ich bin vom Amtsgericht Stuttgart bestellte Betreuerin für diese Situationen. Ich unterstütze Betroffene und ihre Angehörigen in Stuttgart und Umgebung: Als Erleichterung des persönlichen Alltags und für mehr Lebensqualität entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Auch eine privat organisierte Betreuung ist möglich.

Wer kann rechtliche Betreuung erhalten?

Erwachsene, die wegen Krankheit oder Behinderungen ihre eigenen Angelegenheiten nicht mehr allein erledigen können. Auch Schwierigkeiten aus Altersgründen oder wegen Sucht gehören dazu. Die Betreuung kann vom Betroffenen selbst oder Angehörigen im Auftrag beantragt werden.

Typische Situationen für eine mögliche Betreuung:

  • Ältere Angehörige mit Erkrankungen wie Demenz, deren Familien wegen eigener Verpflichtungen durch Arbeit oder Kinder überfordert sind. Der Betreuer hilft bei Behördengängen und rechtlichen Erledigungen.
  • Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige die bisherige Betreuung nicht mehr selbst wahrnehmen können, Auch hier übernimmt der rechtliche Betreuer die Unterstützung in wichtigen Alltagsfragen.
  • Psychische und seelische Erkrankungen inklusive Sucht, die dazu führen, dass der Betroffene seine Angelegenheiten vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr allein regeln kann. Hier unterstützt ein Betreuer ebenfalls.

Was ist rechtliche Betreuung nicht?

Medizinische und pflegerische Leistungen sowie Arbeiten im Haushalt gehören nicht dazu. Betreuung beschränkt sich rein auf rechtliche Unterstützung für einen bestimmten, vom Amtsgericht festgelegten Bereich, zum  Beispiel Finanzen oder Entscheidungen in Gesundheitsfragen.

Wer bezahlt die Betreuung?

Bei ausreichendem privatem Vermögen übernimmt der Betroffene die Kosten dafür selbst, ansonsten der Staat. Lassen Sie sich dazu zu Ihren Möglichkeiten beraten, ich unterstütze Sie auch beim notwendigen Antrag. Auch eine Kostenübernahme durch Angehörige ist selbstverständlich möglich.

Entspricht die Betreuung einer Entmündigung?

Nein, dieser Irrtum ist weit verbreitet. Die betreute Person ist und bleibt geschäftsfähig. Sie kann den Betreuer, selbst wenn er vom Gericht bestellt wurde, immer auch ablehnen. Eine rechtliche Betreuung ist eine freiwillige Zusammenarbeit, die durch Vertrauen geprägt sein sollte.

Kann ich mir den Betreuer selbst aussuchen?

Die Wünsche des Betroffenen und seiner Angehörigen sind bei der Auswahl eines Betreuers von großer Bedeutung. In der Regel folgt das zuständige Betreuungsgericht Ihrem Vorschlag. Schlagen Sie selbst keinen Betreuer vor, wählt das Gericht selbst einen rechtlicher Betreuer für Sie aus.

Werden Sie bei dieser wichtigen Entscheidung daher selbst aktiv und wählen Sie aus, wer Sie bzw. Ihren betroffenen Angehörigen betreuen soll. Kontaktieren Sie mich hier für eine unverbindliche persönliche Beratung und weitere Informationen zu Ablauf und nötigen Formalitäten.

Private Betreuung

Mit zunehmendem Lebensalter, wegen allgemeiner Alterserscheinungen und manchmal auch wegen körperlichen Einschränkungen, ist es oft nicht mehr so leicht, die gewohnte Lebensqualität zu halten. Als rechtlich ausgebildete Begleiterin unterstütze ich Sie und Ihre Angehörigen dabei, Ihr gewohntes Leben wieder zu führen und zu genießen – mit ganz praktischer Hilfe im juristischen und praktischen Bereich.

Was Ihnen dabei besonders wichtig ist, entscheiden Sie und besprechen wir gemeinsam. Hier aber einige besonders häufige Bedürfnisse:

  • Bei organisatorischen Dingen wie dem Ausfüllen einer Vorsorgevollmacht, einer Patientenverfügung oder der Terminvereinbarung bei Anwalt oder Notar zur Regelung von Hinterlassenschaften unterstütze ich Sie und Ihre Familie.
  • Beim Schriftverkehr mit Behörden, unerledigten Rechnungen oder Anträgen (zum Beispiel auf Pflegegeld) können Sie sich auf meine rechtliche und praktische Erfahrung zählen, die Ihnen das alltägliche Leben leichter macht.
  • Nach einem Unfall oder einer Reha wollen Sie möglichst schnell zurück in Ihre gewohnte Umgebung. Hier kann ich Ihnen helfen, die Wohnung barrierefrei umzugestalten, Pflegedienst und Mahlzeitendienst zu organisieren oder eine passende Reinigungskraft oder Gesellschafterin zu beauftragen.
  • Auch für die schönen Dinge, die das Leben lebenswert machen, kann Unterstützung sehr hilfreich sein: Begleitung zum Einkauf, zu Kosmetikerin, Friseur, Fußpflege oder auch für Theater oder Konzert oder den Stadtbummel mit Cafébesuch.

Was Ihnen persönlich am wichtigsten ist und was Sie und Ihre Angehörigen am meisten entlasten würde, besprechen wir am besten in einem unverbindlichen persönlichen Gespräch. Kontaktieren Sie mich hier für einen Termin. In jedem Fall können Sie sicher sein, dass Sie professionell, motivierend und sympathisch, mit Erfahrung und rechtlich einwandfrei unterstützt werden, um wieder ganz das Leben führen zu können, dass Sie sich vorstellen. Selbstverständlich ist völlige Vertraulichkeit garantiert.

Coaching für Angehörige

Ein Angehöriger, der hilfsbedürftig ist, stellt das Leben vor viele Herausforderungen. Praktische Fragen sind zu lösen, aber auch sehr emotionale: Wie kann man für einen geliebten Menschen da sein, ohne eigene Aufgaben und Bedürfnisse zu vernachlässigen? Wie umgehen mit Gefühlen wie Ärger, Wut, Frustration? Wie lässt sich diese schwierige Lebensphase sinnvoll, sogar schön gestalten? Coaching ist ein bewährter Weg, der Ihnen dabei helfen kann.

Coaching ist eine professionelle Begleitung auf Zeit, die Ihnen hilft, Ihre eigenen Antworten auf ganz persönliche Fragen zu finden. Sie vereint Konzepte aus Psychologie, Sport, Betriebswirtschaft, Organisationsentwicklung und Spiritualität und ist etwas anderes als ein Gespräch mit Freunden oder Verwandten, um „einen Rat“ zu bekommen. Coaching kann Ihnen als Angehöriger helfen, sich selbst wieder zu stärken und Probleme besser zu lösen.

Mit Coaching verändern sich entscheidende Dinge:

  • Sie stellen Ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr komplett hinten an oder halten sie weiter im Ungefähren („wenn es mal wieder besser geht“), sondern beginnen aktiv daran, auch für sich zu sorgen.
  • Sie lassen sich nicht mehr von früheren Enttäuschungen, der aktuellen Situation oder den praktischen Hindernissen, die Sie vor sich sehen, abhalten, auch wieder etwas für sich zu tun.
  • Sie setzen sich klare Ziele und gestalten auch diese Phase, unternehmen die notwendigen praktischen Schritte und kommunizieren kraftvoll, klar und nach Ihren Bedürfnissen.
  • Sie erkennen und beseitigen die Hindernisse, die Sie bisher blockiert haben. Das beinhaltet Erkenntnisse über Sie selbst und das Potential in Ihnen.

Wie hilfreich Coaching für Ihre ganz persönliche Situation ist und welche Umfang (Zahl an Sitzungen) sinnvoll sein könnte, besprechen wir am besten in einem unverbindlichen Vorgespräch (30 Minuten). Kontaktieren Sie mich hier für Ihren Termin. Sowohl das Vorgespräch wie auch die späteren Coaching-Sitzungen sind selbstverständlich komplett vertraulich.

Ihre Betreuerin

Es ist eine Frage des Vertrauens, persönlich herausfordernde und rechtlich nicht immer einfache Fragen mit jemandem zu besprechen. Als studierte Diplom-Verwaltungswirtin, vom Amtsgericht Stuttgart bestellte Betreuerin und mit viel Lebenserfahrung unterstütze ich Sie dabei.

In früheren beruflichen Positionen in Wohnungs- und Sozialämtern habe ich die vielen Herausforderungen kennengelernt, die das Leben mit sich bringen kann. Dazu gehören Lebenskrisen wie Arbeits- oder Obdachlosigkeit oder Verschuldung) die Unterstützung notwendig machen, aber auch körperliche und seelische Herausforderungen, etwa Behinderung oder Suchtprobleme.

Als Mediatorin in Baden-Württemberg habe ich Arbeitnehmer, die besonders schutzbedürftig sind, und ihre Arbeitgeber in gemeinsamen Verhandlungen begleitet, beispielsweise wegen Kündigungsklage oder anderen Differenzen. Eine Coach-Zertifizierung ist eine zusätzliche wertvolle Qualifizierung, die bei Fragen zu Lebensgestaltung und Krisenbewältigung zum Einsatz kommt.

Mein Arbeitsstil ist effektiv und pragmatisch, rechtlich solide und, bei allen ernsten Herausforderungen, immer auch mit etwas Humor. Es ist mir wichtig, dass über – die reine Betreuung hinaus – auch eine gute Kommunikation herrscht. Zu mir persönlich: Ich stamme ursprünglich aus Chemnitz, lebe seit fast 20 Jahren in Stuttgart und bin Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

Vor jeder Betreuung, sei sie gerichtlich angeordnet oder Angehörige gewünscht und privat arrangiert, ist mir ein persönliches Kennenlernen wichtig. Um dafür einen unverbindlichen Termin in Stuttgart oder Umgebung zu vereinbaren, kontaktieren Sie mich am besten via Telefon oder E-Mail.